Angina: Symptome und Behandlung
Angina ist die umgangssprachliche Abkürzung für verschiedene Erkrankungen des Hals- und Rachenbereichs. Ärzte unterschieden hier je nach betroffener Region unterschiedliche Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten.
Unter Angina verstehen die meisten Deutschen einfach eine unangenehme Halsentzündung, die vor allem mit Schluckbeschwerden einhergeht. Ärzte unterscheiden zum Beispiel die Angina tonsillaris (Mandelentzündung), die Angina pectoris (Verengte Herzkranzgefäße und damit einhergehende Schmerzen in Höhe des Brustbeins) oder die Seitenstrang-Angina (Entzündung der Lymphgefäße am Rachen). Der Laie nimmt es dagegen nicht so genau und wirft die vielfältigen Beschwerden, die im Hals- und Rachenbereich entstehen können, allgemein unter diesen Begriff.
Allgemeine Symptome einer Angina
In der Regel meinen wir mit den Symptomen Schmerzen im Rachen, ein Gefühl der Beklemmung in Höhe des Brustbeins und / oder einen trockenen Hustenreiz. Wenn tatsächlich die Mandeln entzündet sind, schwellen diese an und verursachen ein Enge-Gefühl im Hals. In der Regel gehen mit einer Mandelentzündung auch Fieberschübe und eine Erkältung inklusive Schnupfen und Husten einher.
Meist fühlt sich der Erkrankte schwach und oftmals appetitlos, was vor allem auch den Schluckbeschwerden zuzurechnen ist. Ein umgangssprachlich dicker Kopf und Schmerzen im Brustkorb sowie in schweren Fällen Schüttelfrost sind ebenfalls häufig anzutreffende Symptome. Besonders wenn viele dieser Beschwerden zusammentreffen, ist der Gang zum Arzt unerlässlich, da der Laie kaum unterscheiden kann, wo genau die Ursachen liegen. Eine eigenständige Behandlung ist meist nur in leichten Fällen möglich.
Behandlungsmöglichkeiten einer Angina
Die unterschiedlichen Symptome müssen natürlich auch unterschiedlich behandelt werden. Grundsätzlich ist es wichtig, sich warm zu halten, vor allem am Hals, und außerdem viel zu trinken, am besten Wasser und Tee. Gegen die Erkältung hilft das Inhalieren mit verdünnten ätherischen Ölen wie Salbei, Kamille, Minze und Eukalyptus. Das Lutschen von Bonbons mit denselben Kräuterzusätzen oder von entzündungshemmenden Halstabletten hilft gegen Halsschmerzen, und Fiebermittel senken die erhöhte Temperatur.
Gurgeln sollte man neuesten Erkenntnissen nach lieber nicht, durch die Bewegung am Entzündungsherd könnten die Beschwerden sogar verschlimmert werden. Bei Schüttelfrost und hohem Fieber, spätestens aber, wenn sich nach zwei Tagen noch keine Besserung eingestellt hat, sollte ein HNO-Arzt konsultiert werden, der nach möglicherweise tiefer sitzenden Ursachen suchen und dort gezielt ansetzen kann.
