Arthritis, Entzündung der Gelenke

Kategorie: Krankheitsbilder
13. Sep 2010

Arthritis ist eine Entzündung der Gelenke. Meistens sind die betroffenen Stellen zusätzlich noch geschwollen oder die Haut ist gerötet. Die Krankheit wird in verschiedene Formen unterteilt. Diese unterscheiden sich in der Art des Erregers.

Fingergelenke ©flickr/JonathanCohen

Wenn sich Bakterien im Gelenk befinden und die Entzündung auslösen, spricht man von einer eitrigen Arthritis. Andere Formen sind beispielsweise die Symptome als Begleiterkrankung bei Rheuma und die Folge von Stoffwechselerkrankungen wie Gicht. Auch bei permanenter Überbeanspruchung der Gelenke kann es zur Gelenkentzündung kommen.

Die eitrige bakterielle Arthritis

Die eitrige bakterielle Arthritis entsteht, wenn Bakterien in das Gelenk gelangen. Dies kann beispielsweise durch eine Verletzung passieren, bei der das Gelenk beschädigt oder ausgerenkt  wird. Es kann auch passieren, dass diese Bakterien durch das Blut in das Gelenk eindringen.

Diese Arthritis tritt meist an Knie, Sprunggelenk oder Ellenbogen auf, also an den Stellen, wo man sich am leichtesten verletzen kann. Die Entzündung wird von starken Schmerzen begleitet und man kann das betroffene Gelenk nicht mehr voll belasten.

Eine schnelle Behandlung ist bei der eitrigen Arthritis sehr wichtig. Die Bakterien könnten sich sonst ungestört ausbreiten und den Gelenkknorpel zerstören oder zur Blutvergiftung führen. Normalerweise kommt man nicht um eine Operation herum. Das Gelenk muss geöffnet und desinfiziert werden. Zusätzlich werden intravenös antibiotische Stoffe verabreicht, um wirklich sicher alle Erreger abtöten zu können. Der gesamte Prozess kann bis zur völligen Gesundung einige Wochen in Anspruch nehmen.

Arthritis, Entzündung der Gelenke durch Rheuma oder Gicht

Die anderen Formen der Arthritis entstehen nicht durch Infektion. Bei der rheumatischen Arthritis halten die weißen Blutkörperchen bestimmte Stoffe im Körper irrtümlich für Schadstoffe und bekämpfen diese. Man spricht von einer Autoimmunreaktion. Dadurch entsteht an der Stelle allmählich eine Ablagerung, die die Versorgung des Knorpels unterbricht und diesen dadurch zerstört.

Dadurch nutzen sich die Gelenkknochen immer mehr ab, weil zwischen ihnen kein Knorpel mehr besteht, der die Reibung  abfängt. Das Gelenk kann immer weniger bewegt werden und verursacht zudem meist starke Schmerzen.

Bei der Psoriasis-Arthritis wird das Gelenk durch eine Schuppenflechte in Mitleidenschaft gezogen. Speziell, wenn Fingergelenke eines einzelnen Fingers betroffen sind oder nur eine Seite des Körpers Arthritis aufweist, handelt es sich oft um diese Form der Arthritis.

Wenn der Harnstoffwechsel gestört ist, kann es zu einer Gicht-Arthritis kommen. Diese lässt sich auf Röntgenbildern gut erkennen, da die Ablagerungen in der Nähe des Gelenks eine typische Form haben.Similar Posts:

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am 7. Juni 2011 um 09:20 Uhr

Die Aussicht, für den Rest meines Lebens an Schmerzen, Gelenkzerstörung, Behinderung und Medikamentennebenwirkungen leiden zu müssen, kenne ich aus eigenem Erleben. Alles begann mit merkwürdig dicken Fingern… Mein Rheumatologe diagnostizierte 1994 eine beginnende schwere Rheumatoidarthritis. In den folgenden Jahren hatte ich zunächst den Eindruck, dass diese Krankheit durch meinen Körper wanderte und mir willkürlich und unvorhersehbar Leid zufügte. In stummem Entsetzen beobachtete ich meinen Körper. Heiße, geschwollene Knie; Finger, die sich krümmten; nie gekannte Schmerzen; Füße, mit denen ich oft nur noch langsam tapsen konnte… machten mich erst ratlos, dann traurig – bis ich wütend wurde und mich tief in mir gegen die Krankheit entschied. Obwohl ich doch noch gar kein Mittel gegen sie hatte, war diese aktive Entscheidung der erste und wichtigste Schritt zu meiner Gesundung. Denn sie war ein Auflehnen, mit allem Willen und starker Antrieb, gab mir Mut und Kraft. Ich empfand Mitleid mit meinem Körper und begann mich auf seine Seite zu stellen. Zunächst begann ich mich mit Imaginationen von sicheren Umhüllungen gegen die Erkrankung zu schützen. Genau so entschlossen, wie ich mein eigenes Kind schützen würde, behandelte ich mich nun selbst liebevoll und sorgsam und beobachtete bis ins kleinste Detail, was welche Wirkung auf mich hatte. So fand ich die Ursachen und Auslöser für die Entzündungen. Eines um das andere Teil des ganzen Bildes. Mit diesem Wissen entwarf ich im Sommer 1996 sanfte Übungen. Ich war überrascht. Was ich mir früher in von Schmerz durchzogenen Nachtstunden so verzweifelt und sehnsüchtig gewünscht hatte, war so einfach und funktionierte unmittelbar beim Üben! In Gedanken zurück hätte ich deshalb weinen mögen und mir sagen, es kann nicht sein, so viel verlorene Zeit! Aber meine Hoffnung, mein Sehnen, meine Neugierde zogen mich ganz einfach nach vorn. Meine Schmerzen und Entzündungen verebbten. Ich heilte! Seitdem sind meine Gelenke wieder gesund und voll funktionsfähig. Heute weiß ich, dass ich mich mit genau den Fähigkeiten geheilt habe, die ich während meiner Erkrankung gewann. Und dass ich erst heilen konnte, als ich gelernt hatte, auf mich zu achten. Heute ist meine Welt nicht reizarmer geworden, löst aber keine Arthritis mehr in mir aus und ich fühle mich – in mir, mit mir – wohler als je zuvor.

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